Unser Blog zum Bio-Solar-Haus (Niedrigenergiehaus als Ausbauhaus) mit Knecht-Fertigkeller in Bornheim-Rösberg. Seit Juli 2012 wohnen wir im Haus und nutzen es auch für unsere Werbe- und Internetagentur 11com7. Der ältere Teil des Blogs enthält unser Baublog.
Pünktlich zum ersten Advent hatte es über Nacht einen Hauch geschneit. Früh am Sonntag Morgen konnte ich davon noch schnell ein paar Fotos schießen, bevor er dann auch schon wieder weg schmolz. Auch auf den Plexiglas-Doppelstegplatten unseres Bio-Solar-Hauses lag ein bisschen Schnee, dass dann allerdings auch recht schnell verschwand.
Wir sind jetzt gespannt auf unsere Erfahrungen, mit Schnee der mal länger liegen bleibt.
Veröffentlicht unterDrumherum|Kommentare deaktiviert für Der erste Schnee auf unserem Bio-Solar-Haus
Nach den letzten Arbeiten von Bio-Solar-Haus und der »Freigabe« durch den Schornsteinfegermeister, können wir den Pufferspeicher mit dem Holzofen ganz gut aufheizen (»laden«).
Mittlerweile habe ich eine (kleine) Logik entwickelt, die auf dem WireGate läuft. Dabei wird die Vorlauftemperatur des Holzofens überwacht und gemeldet wenn Holz nachgelegt werden sollte oder der Pufferspeicher schon fast »voll« ist und deshalb kein weiteres Holz mehr benötigt wird. Die Temperatur wird (zur Zeit) über die LAN-Schnittstelle der Consolar-Steuerung ausgelesen und auf den Bus (KNX) gesendet. Dafür hatte ich ein Skript (Plugin) für das WireGate entwickelt. Dazu kann ich bei Interesse irgendwann sicher mal etwas hier schreiben. Ein schöner Nebeneffekt ist es, dass die Werte per RRD-Tool aufgezeichnet und visualisiert werden können:
So sieht z. B. das Diagramm des gestrigen Heizvorgangs aus. Die »zackige« Darstellung liegt daran, dass ich nur alle 5 Minuten die Temperatur aufzeichnen lasse.
Gestern um kurz nach 21 Uhr meldete mein iPhone dann, dass der Ofen vermutlich aus sei, obwohl der noch kräftig brannte. Die Meldung wird »normalerweise« gesendet, wenn die Vorlauftemperatur wieder unter 55 °C sinkt, seltsam war allerdings, dass es angeblich -133,76 °C sein sollten?!
Zunächst hatte ich mein Skript bzw. meine Konvertierung des Temperaturwertes im Verdacht. Dann setzte allerdings auch schon die Thermische Ablaufsicherung des Ofens ein, was »eigentlich« nur passieren sollte, wenn der Ofen überhitzt. Ein Blick in die Werte der Heizungssteuerung zeigte dann, dass der Fehler wo anders stecken muss:
Die Consolar-Steuerung zeigte (und sendete) offensichtlich unsinnige Werte.
Leider schaltete die Consolar-Steuerung in dem Fall auch die Ladepumpe des Holzofens aus, so dass das heiße Wasser nicht mehr abgenommen wurde. Das erklärt auch, warum die thermische Ablaufsicherung auslöste. Per Handschaltung konnte ich die Pumpe wieder einschalten, so dass dann der Pufferspeicher weiter geladen wurde. Aber blöd ist das trotzdem, zum einen wird durch die Ablaufsicherung die Wärme unnütz abgeführt und zum zweiten fehlt jegliche Steuerung der Ladepumpe.
Bei -200 °C dürfte die Überschrift dieses Artikels auch gleich erklärt sein. Wenn das nicht der »coolste« wassergeführte Holzofen ist, weiß ich es auch nicht …
Nachfolgend die »echten« Anzeigen der Temperatur am »Wipomat« (Ladepumpe des Holzofens):
Der Wipomat zeigt ca. 80 °C Vorlauftemperatur (s. roter Pfeil) an, was realistisch sein dürfte.
Das Problem haben wir noch gestern bei Bio-Solar-Haus reklamiert.
UPDATE: Herr Becher von Bio-Solar-Haus hat sich heute Morgen direkt per E-Mail gemeldet und uns einen neuen Temperaturfühler für den Holzofen in die Post gegeben. Vielen Dank für die schnelle Reaktion.
Gestern waren Herr Becher (senior) und der »neuen« Heizungsmonteur wieder bei uns, um die Heizungsanlage weiter nachzubessern. Zu zweit haben sie den ganzen Tag eifrig gearbeitet. Dabei wurden u. a. die folgenden Arbeiten ausgeführt:
der vertauschte Vorlauf und Rücklauf des Holzofens wurde korrigiert Ergebnis: der Pufferspeicher lässt sich jetzt deutlich besser »laden«. Die Thermische Ablaufsicherung setzte vorher bei ca. 70 °C Puffertemperatur (oben) dauerhaft ein. Jetzt ließ sich der Puffer auf gut 82 ° durch das ausbrennen lassen des Ofens aufheizen.
die Rohrleitungen (Vor-/Rücklauf) des Holzofens die durch den Firmenkeller mit unserem Serverschrank laufen wurden isoliert Ergebnis: bisher mussten wir die Kellerfenster öffnen, wenn wir den Holzofen betreiben wollten, da ansonsten der Firmenkeller kräftig geheizt wurde. Da das unsere Server schon ganz alleine schaffen, ist es jetzt deutlich besser.
der Rücklauf am Holzofen wurde abgedichtet und tropft jetzt nicht mehr
eine Dichtung wurde noch am Rauchrohr des Ofens ergänzt
zusätzliche Spülhähne wurden im Heizungskeller montiert Ergebnis: Damit können jetzt die Leitungen der Deckenstrahlheizung gespült werden, ohne dass »Wasserplantschereien« auf dem Parkett notwendig sind. Im Dachgeschoss ist es jetzt überhaupt erst möglich, da der Trockenbauer die Absperrhähne des Heizkreisverteilers erfolgreich zugebaut hatte.
Beim nächsten Termin mit Bio-Solar-Haus soll das seltsame Druckverhalten der Solaranlage geprüft werden. Bei der sinkt der Druck bei Kälte/ohne Sonne auf 0 bar. Wenn die Sonne raus kommt und es wieder wärmer wird, geht er dann wieder auf ca. 2 bis 2,5 bar hoch. Die Anlage ist schon zweimal gespült und befüllt worden, ohne dass es bisher eine Erklärung für das Verhalten gibt.
Ebenfalls muss noch geklärt werden, was mit dem Wärmemengenzähler für den Holzofen passiert, da dieser unglücklicherweise noch falsch eingebaut ist und deshalb keine Wärmemenge erfassen kann (der Vor- und Rücklauf ist noch vertauscht, s. Fotos).
Herr Becher riet mir dazu, die Vorlauftemperatur zu erhöhen (neu: 35°C bis 40°C), da wir bisher keine nennenswerte Heizleistung feststellen bzw. messen konnten. Wir werden jetzt die nächsten Tagen mit den neuen Einstellungen mal weiter beobachten. Die Temperaturen (Soll- und Istwerte) und Ventil-Stellwerte lassen wir dabei vom WireGate in RRDs aufzeichnen. Damit können wir das Verhalten in den Räumen gut beobachten.
Wir haben von unserem Schornsteinfeger jetzt auch die Abnahme des Ofens und Kamins erhalten. Er war mit der Ausführung zufrieden. Es ist wohl schon sehr gespannt auf unsere Erfahrungen mit dem Haus, dem Ofen und der Solaranlage in ein bis zwei Jahren.
Leider mussten wir gestern unsere 17,5 Jahre alte Katze begraben, da diese am Vormittag verstarb. So wie es aussah, war sie friedlich eingeschlafen. Und immerhin hatte sie das neue Haus noch etwas genießen können, inklusive dem versprochenen – und gern angenommenen – Sonnenbad im Wintergarten.
Wir haben heute die restliche Holzlieferung bekommen. Insgesamt wurden heute weitere 5 »Schüttmeter« Brennholz für unser Bio-Solar-Haus geliefert. Die Gesamtmenge von insgesamt 7-8 Schüttmeter soll ca. 5-6 »Raum-/ Stapelmetern« entsprechen. Bestellt haben wir einen Buche-/Eiche-Mix hier aus der Gegend (Sankt Augustin), fertig gespalten und »ofenfertig« getrocknet.
Da im von Bio-Solar-Haus empfohlenen Kaminofen »Rosella Plus Water« von La Nordica nur 25 cm Holzscheite verbrannt werden sollen, mussten wir ein bisschen suchen (und bangen), dass wir das Holz noch für diesen Winter bekommen. Etliche Anbieter konnten das schon nicht mehr liefern.
Mit dem Holz heizen wir über den wassergeführten Kaminofen (8 KW) den Pufferspeicher auf. Laut den bisherigen Aussagen soll es reichen, den Ofen nur alle zwei Tage zu befeuern, und damit den Pufferspeicher ordentlich hoch zu heizen.
Leider gibt’s da noch ein kleines Problem: der (ehemalige) Heizungsbau-Mitarbeiter von Bio-Solar-Haus, hatte bei uns – neben diversen anderen Dingen – leider auch den Holzofen falsch angeschlossen und den Vorlauf mit dem Rücklauf vertauscht. Damit schiebt der Ofen das aufgeheizte Wasser ganz unten in den Pufferspeicher und zieht warmes (heißes) Wasser zurück. Damit lässt sich der Speicher nur mit viel Mühe (= Holz) aufladen.
Der Fehler soll bei einem weiteren Vor-Ort-Einsatz von Bio-Solar-Haus in Ordnung gebracht werden – noch haben wir allerdings keinen Termin. Bei dem letzten Termin wurde es aufgrund der Vielzahl von Korrekturen und Nachbesserungen sehr spät (irgendwas nach 22 Uhr), so dass der Tausch des Ofen-Vor-/Rücklaufs nicht mehr ausgeführt werden konnte. Wir hoffen das beste für den nächsten Termin …
PS: ein Extra-Dankeschön geht an unsere Nachbarin von gegenüber, die uns tatkräftig beim Wegräumen und Stapeln der Holzmenge geholfen hatte. 🙂 Danke!
Nach wochenlangem Warten, hat unser Bio-Solar-Haus endlich eine Außentreppe für den Privateingang.
Beauftragt hatten wir damit eine ortsansässige Stahlbaufirma. Nachdem sie gestern dann alle (fehlenden) Teile erhalten hatte, wurde die Stahltreppe heute schon von der Firma Volmer Metalltechnik geliefert und montiert. Für den schnellen Montagetermin sind wir auf jeden Fall schon mal dankbar. Herr Volmer erklärte uns, dass es bei den maßgefertigten Gitterrosten leider häufiger zu längeren Verzögerungen kommt.
Jetzt haben wir also eine Außentreppe zum Privateingang – die wir allerdings erst mal absperren mussten, da sie noch nicht betreten werden darf. Dazu müssen erst die Stützpfeiler einbetoniert werden, was in den nächsten Tagen passieren soll.
Die Maschenweite der Stahl-Gitterroste beträgt 30/10. Darauf soll es angenehmer zu sein, barfuß zu laufen. Nicht, dass das zur Zeit vom Wetter oder unserem Schotterboden her besonders einladend wäre …
An der gedämmten Kellerwand ist die Treppe mit 4 Fischer Thermax Dübeln befestigt. Diese sorgen für eine thermische Trennung (s. Erklärung bei Fischer Dübel).
Nachfolgend ein paar schnelle Fotos:
Mit ein bisschen Glück, können wir die Treppe bei unserer Einweihungsfeier am Freitag dann schon benutzen. Für unsere Besucher wird es dann hoffentlich leichter, sich im Haus zurecht zu finden, wenn sie nicht mehr erst zum Firmeneingang rein müssen. Da hatten schon einige (leichte) Orientierungsprobleme.