Bussystem (KNX) statt »Schlüsseldienst«

Zuerst eine kleine Bitte um Entschuldigung: wir müssten noch ganz viel Schreiben, kommen allerdings zur Zeit nicht dazu. Vor einigen Wochen sind wir in unser Bio-Solar-Haus eingezogen und müssen eine Menge Arbeit in der Firma nachholen. Deshalb ist hier zur Zeit nicht so viel los, auch wenn es noch unendlich viel zu schreiben gäbe. Die Geschichte, die mir eben passierte ist aber so »saublöd«, dass diese einfach in’s Blog muss:

Ich  fange mal mit dem Schluss an: Zum Glück sitze ich jetzt wieder lachend vor’m Rechner und taue langsam auf. Und auch wenn ich eigentlich keine Zeit habe, die letzten Minuten muss ich mir erst mal von der Seele schreiben.

Wie kam es dazu?

Da die holde Bauherrin mit Sohn 1.0 heute wieder zurück von ihrer Freundin kommt, wollte ich dass im neuen Haus alles in bester Ordnung ist, wenn sie ankommt. Zuletzt blieb nur noch der Biomüll übrig, der raus gebracht werden musste.

Nachdem ich von unserem Privatausgang den halben Meter auf den Boden gesprungen war (ja, die Treppe fehlt immer noch, soll allerdings wirklich bald kommen) und die Tür fest ins Schloss gezogen hatte, fiel mir mein Fehler auf: meine Schlüssel hingen mitsamt Yubikey an der Tastatur im Büro im EG. Einen kleinen Moment brauchte ich bis ich realisierte: ich hatte mich tatsächlich ausgesperrt! Die Holde (Bauherrin) war zu dem Zeitpunkt ca. 4 Autostunden entfernt auf der Rückfahrt. Sch…

Kein Vierteljahr nach unserem Einzug hatte ich es also geschafft. Draußen war das Wetter  relativ kalt und unbeständig – natürlich war ich ohne Jacke raus, wollte ja direkt wieder rein.

Gedanken vor der Tür

Während ich ein bisschen vor mich hin fröstelte gingen mir etliche Gedanken durch den Kopf: die viele Arbeit an der ich eigentlich sitzen sollte, dass es noch Stunden dauern würde bis ich wieder rein komme und so weiter. Danach ging ich meine Optionen durch:

  • Türen und Fenster: geschlossen und außerdem einbruchshemmend
  • Kellerfenster ebenso verschlossen + erhöhte Widerstandsklasse, zusätzlich sind mittlerweile auch tatsächlich die Abhebesicherungen von Knecht an den Lichtschächten montiert worden
  • Absorber: Rolladen zu + viel zu hoch ohne Leiter (= keine Option)
  • Nachbarn: zum auftauen würde es gehen, aber ein Schlüssel haben wir nicht hinterlegt. Wir wohnen ja noch nicht lange dort + unser Schließsystem möchte ich noch an einigen Stellen ändern
  • Schlüsseldienst: keine Option (zu teuer und die Lage dafür nicht bedrohlich genug)
  • dabei hatte ich mein iPhone: anrufen, SMS und Internet also immerhin möglich (was ein Glück aber auch)

Alles in allem: eine ziemlich doofe Situation.

Nachdem ich meiner Holden den Zustand »gesimst« hatte, ging ich die Optionen noch einmal wieder durch. Sie hatte mir am Telefon dann noch gesagt, dass mein Bruder evtl. aus Köln mit einem Ersatzschlüssel kommen könnte. Gefiel mir aber auch nicht, immerhin wären das für ihn mindestens 30 Minuten je Strecke + einige Kilometer Kurverei.

Das Bussystem als Rettung

Einen kleinen Moment dachte ich darüber nach, dass »einbruchshemmend« ja nicht heißt, dass man nicht mit hinreichend Gewalt durch ein Fenster kommt und was dass wohl kosten würde, fiel mir dann ein, dass es eleganter ging. Dank iPhone hatte ich Zugriff auf unser WLAN und damit auch auf die Haussteuerung (KNX-Bus). Darüber könnte ich den Türöffner auslösen und wäre wieder drin. Hierzu stehen in unserem Fall zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

  1. Per Remote-Desktop (RDP) auf meinen Rechner, darüber das Konfigurationsprogramm (ETS) aufrufen und dann per Gruppenmonitor auf den Öffner auslösen. Leider scheiterte dass am Sicherheitssystem meines Rechners: sobald ich nicht in unmittelbarer Nähe sitze, wird er aus Datenschutzgründen gesperrt. Das Sicherheitskennwort ließ sich per RDP – zumindest über’s iPhone – nicht eingeben. Der Weg war also leider auch versperrt.
  2. Wir setzen als Schnittstelle zum KNX-Bus (und auch 1-wire) das wiregate von ElabNet ein. Damit kann man u. a. über eigen geschriebene Plugins auch per Web-Oberfläche auf den Bus zugreifen. Gedacht – getan: nach der Anmeldung mit Benutzernamen und Kennwort öffnete ich die Plugin-Verwaltung und tippte das bisher kürzeste Plugin:
    knx_write("…", 1, 1);

Nach dem Speichern wurde das Plugin direkt ausgeführt, der Türöffner wurde betätigt und ich war wieder drin. Danach musste ich nur den Türöffner wieder zurück setzen und das Plugin entfernen.

Nach kurzer Freude und Erleichterung tippte ich der Holden eine SMS mit dem Statusupdate und im Anschluss den Text hier.

Als wir lange mit uns gerungen hatten, ob wir das mit dem KNX-Bus überhaupt finanziell gestemmt bekämen. Die Anwendung als »Schlüsseldienst« hatten wir dabei aber nicht auf dem Schirm gehabt. So gesehen, haben wir heute einiges Geld gespart …

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Erster Umzug geschafft!

Am Wochenende sind wir dank vieler Helfer erfolgreich in unser neues Bio-Solar-Haus gezogen. Da die alte Wohnung leider ein Schimmelproblem (großflächig feuchte Wände) hat, sind wir auch sehr froh darüber. Außer dass unser Kurzer (vermutlich) Bauchweh hatte und deswegen sehr unruhig war. Die folgenden Nächte haben er und wir traumhaft ruhig durchgeschlafen.

Da unser Privateingang noch nicht nutzbar ist (Außentreppe fehlt), verwenden wir solange den Firmeneingang mit. Dank KNX habe ich die Firmenklingel auf unsere Privatklingel weiter geleitet und auch der Türöffner kann jetzt aus dem Dachgeschoss bedient werden.

Leider sind wir aber ja noch nicht fertig. Diese Woche folgt dann noch der zweite Umzug mit unserer Agentur 11com7.

Fotos folgen, wenn wieder Zeit ist.

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Kurz vor dem Privat-Umzug

Am Wochenende (28./29.07.2012) werden wir umziehen. Zunächst nur den Privatumzug ins Dachgeschoss. Eine Woche später soll dann der Umzug der Firma erfolgen. Allerdings ist noch richtig viel zu tun, so dass die Blogfrequenz nach wie vor zu gering ausfallen wird.
Die Mitarbeiter der Firma bembé haben heute mit dem Parkett im Erdgeschoss begonnen. Endlich. Für nächste Woche haben wir eine Zusage des Türbauers, dass er uns noch die Türen im EG setzt.
Morgen (24.07.2012) soll der lang erwartete Heizungstechniker von Bio-Solar-Haus kommen, den Holzofen anschließen und die etwas längere Liste der Restarbeiten erledigen.
Am Mittwoch (25.07.2012) haben wir einen Termin mit unserem Baubegleiter Herrn Brandhorst. Hier wird es darum gehen, von ihm erkennbare Mängel noch vor dem Einzug aufzuzeigen.
Am Donnerstag (26.07.2012) hat hoffentlich der Versiegler Zeit für uns, damit zumindest die Fugen in den Bädern, WCs, Hauswirtschaftsraum und Küche abgedichtet werden. Leider muss er dann noch ein zweites Mal kommen, wenn wirklich alle Sockelleisten gesetzt wurden. Die fehlen leider noch im EG und im DG an den Türen. In Absprache mit dem Fliesenleger, lohnt sich die Arbeit nur in beiden Geschossen zusammen.
Ab Freitag (27.07.2012) haben wir dann den 7,5 Tonner geliehen, um unseren Kram rüber zu fahren. Einerseits der totale Horror, andererseits denken wir die ganze Zeit nur „endlich“!
Auch nach unserem Einzug in unser Bio-Solar-Haus, bleibt noch unendlich viel zu tun: die 1wire-Busmaster müssen mit den Bussen verbunden werden. Die restlichen Sensoren im Technikraum installiert und eingestellt werden. Im „Sack“ haben wir noch reichlich Reed-Kontakte für die Fenster, von der KNX-Installation fehlen noch ein paar Universalschnittstellen, etliche Einstellungen (Parametrisierung) und die Installation im Keller (UG). Im Erdgeschoss hängen die Brüstungskanäle, es fehlen aber noch einige Netzwerkdosen und etliche Steckdosen.
Die erste Woche werde ich dann mit dem Auto zur Arbeit fahren – für mich völlig ungewohnt; bisher und in Zukunft hatte ich nur eine Treppe dazwischen. In der Woche werden wir die Firma umzugsfertig vorbereiten und gegen Ende der Woche umziehen.

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Gewährleistungsbürgschaft von Knecht erhalten

Heute war die versprochene Gewährleistungsbürgschaft von unserer Kellerbaufirma Knecht dann auch endlich in der Post. Damit wäre dieser Teil dann abgehandelt.

Da auch der Sockelputz jetzt fertig ist, sollten jetzt auch die letzten fehlenden Arbeiten (Lichtschachtabdeckungen/Regenschutz; Diebstahl-/Anhebesicherung, …) abgeschlossen werden können.

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Lebenszeichen / Zwischenstand im Juli

Zur Zeit kommen wir nach wie vor nicht so richtig wieder zum Bloggen. Wir sind voll und ganz mit unseren Eigenleistungen (Elektrik + Bus) und den Umzugsvorbereitungen beschäftigt.

Malerarbeiten

Dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Schwiegereltern, sind das EG und DG komplett gestrichen. An den Wänden haben wir eine Silikatfarbe (diffusionsoffen) mit Quarzsand = etwas rauer und an den Decken für eine gerollte Silikatfarbe entschieden. Alle Wände und Decken sind weiß gestrichen – Farbakzente setzen wir eher über Möbel, Stoffe, etc. An den Wänden gibt es einen ca. 5 cm breiten Sockel mit der (glatteren) und helleren Deckenfarbe. Als Untergrund für die Farbe haben wir uns auf anraten durch einen Nachbarn (Malermeister) für Dinosil Quarzit entschieden.

Sanitär

Die Sanitärarbeiten sind soweit abgeschlossen. Es stehen nur noch Kleinigkeiten und die Abnahme aus und wir benötigen noch die Unternehmensbescheinigung(-en).

Heizung

Hier warten wir seit einigen Wochen auf den Heizungsmonteur von Bio-Solar-Haus. Unter anderem müssen der Holzofen noch angeschlossen, die Rohrisolation fertig gestellt, die Verkabelung im Technik-/Hausanschlussraum (und auf dem Weg dahin) ordentlich verlegt, in beiden Geschossen der hydraulische Abgleich durchgeführt werden und … und … und … Leider verschieben sich die versprochenen Schlussarbeiten immer wieder. Bisher hatten wir Getriebeschäden, Urlaub, Krankheit, Terminverschiebungen. Insgesamt kein Zustand mit dem man zufrieden oder glücklich sein könnte. Wir hoffen mal darauf, dass unser Bauleiter da noch etwas bewegt bekommt und das Thema diese Woche abgeschlossen werden kann.

Fenster, Türen, Verglasung, Rollläden

Der Fensterbauer von Bio-Solar-Haus, hat ebenfalls noch ein paar Punkte auf seiner Liste stehen. Beim Putzen der Fenster hat die Bauherrin leider Kratzer auf einer Scheibe (außen) entdeckt – mitten in der Scheibe. Mit unserem Bauleiter Herr W. haben wir abgesprochen, dass der Fensterbauer sich die Stelle ansehen wird. Wir hoffen darauf, dass die Woche Freitag alles erledigt wird und wir da einen Haken hinter setzen können.

Innentreppe

Hier haben wir einen Termin für den 01.08.2012, an dem die endgültigen Tritt-/ Setzstufen und Handläufe montiert werden sollen. Die Firma Stadler haben wir jetzt auch für das Geländer der Kellertreppe beauftragt. Da wir mit der Treppe zum DG nicht warten können (die Bautreppe wurde bereits von der Stadt Bornheim »beanstandet«) dürfen wir für die Extraanfahrt 150 € berappen. Es hilft aber ja nicht.

Parkett

Das Parkett im Dachgeschoss ist soweit abgeschlossen. Die Fußleisten sind montiert und die Endreinigung wurde durchgeführt.

Im Erdgeschoss war bei der letzten Messung der Estrich noch immer zu feucht. 🙁 Allerdings lag er bei der Messung am 13.07. bei 2,4 % (statt der benötigten 2,0 % max.). Immerhin schon deutlich unter der letzten CM-Messung. Allerdings haben wir im EG auch zwei Trockner laufen und die Heizung kräftig aufgedreht, so dass wir kuschelige 30-32 °C im EG haben. Das Parkett soll aber jetzt in der KW30 gelegt, geschliffen und geölt werden.

Innentüren

Im Dachgeschoss sind jetzt alle Innentüren montiert. Alle Türen verfügen über Öffnungskontakte und die Tür zum Treppenhaus/Flur zusätzlich über einen Riegelkontaktschalter. Damit bekommen wir mit ein paar Universalschnittstellen (in dem Fall die Berker US8-fach) die entsprechenden Informationen auf den KNX-Bus.

Die Türen für das Erdgeschoss sind bereits geliefert und warten im EG auf ihren Einbau. Der kann erst nach dem Parkett erfolgen und ist für die KW31 geplant. Mit dabei ist auch schon die T30-Tür, die die Firma vom Privateingang abtrennt.

Elektrik

Oh je, ein weites Feld. Obwohl wir schon einiges geschafft haben, liegt noch viel Arbeit vor uns. Es warten noch über 30 LAN-Dosen (CAT 6a), 100 Steckdosen, einige Meter Brüstungskanal, diverse Fenster-Öffnungskontakte, einige KNX-Aktoren und -Sensoren (PIR-Melder, Präsenzmelder, …) auf ihren Einbau. In den letzten Tagen haben wir noch etwas über 1,2 km Netzwerkleitungen gezogen, die jetzt zusammen mit den Leitungen im DG noch darauf warten auf 5 Patchpanel (je CAT 6a, 24-fach) aufgelegt zu werden. Das haben wir für das Wochenende geplant. Leider waren uns die LAN-Leitungen ausgegangen, so dass wir noch mal ca. 200 m nachbestellen und ziehen müssen. Zum Glück reichte es für alle wichtigen Bereiche.

Die drei Verteiler (Hauptverteiler, Feldverteiler im EG und DG; Fotos folgen noch) sind schon recht weit, hier hat unser Elektriker Herr Thurn schon eifrig gearbeitet. Im DG hat er auch schon die Installation erfolgreich durchmessen können.

Telefon, DSL

Einen der herbsten Rückschläge haben wir im Telko-Bereich hinnehmen müssen. Statt des DSL 16.000 (Onlineabfrage + telefonischer Auskunft) bekommen wir gerade mal ein DSL 3.000 :(. Das einzig positive, der Anlagenanschluss und das DSL funktionieren bereits, so dass wir da nicht mehr »zittern« müssen. Über den Internetzugang (+ alte Fritzbox und wiregate) haben wir jetzt auch eine VPN-Verbindung zum Haus, so dass wir KNX-Bus, die Telefonanlage, … aus dem Büro konfigurieren und parametrisieren/programmieren können. Das macht auf einem PC mit 2 Bildschirmen einfach mehr Spaß, als per Notebook vor Ort (was natürlich auch geht).

Außenarbeiten

Zur Zeit arbeiten die Mitarbeiter des Malermeisters Brandt am Sockelputz. Hier fehlt nur noch der Schlussanstrich. Die GaLaBau-Firma C&W hat die Grundleitungen für die Regenentwässerung verlegt. Als nächstes werden Kantsteine gesetzt und das Gelände für spätere Arbeiten vorbereitet. Wir lassen zunächst nur die Bereiche für Pflasterflächen schottern. Pflaster, Terrasse, … sind zunächst auf »später« verschoben.

Wir warten noch auf ein abschließendes Angebot für die Außentreppe zur privaten Eingangstür. Dann werden wir den Auftrag so schnell wie möglich vergeben. Für die ca. 0,9-1 Meter Höhenunterschied wird es wohl eine verzinkte Stahltreppe werden.

Die hohe Treppe zum Garten haben wir zunächst auf »später« verschoben.

Keller

Auch hier stehen noch letzte Arbeiten aus. Es müssen noch Abdeckungen für die Lichtschächte (geht wohl erst nach dem Sockelputz) und Diebstahlsicherungen für die Lichtschachtabdeckungen. Nicht zuletzt fehlt uns noch die zugesagte Gewährleistungsbürgschaft und die Beschwerde der Nachbarin über Verunreinigungen ihres Pflasters müssen noch geklärt werden.

Einzug/Umzug

Die Wohnungen und Garage in Bonn sind gekündigt. Mit einem weinenden Auge werden wir uns da von unseren Nachbarn und unseren Vermietern verabschieden (müssen). Schließlich haben wir jetzt über 15 Jahre dort gewohnt und gearbeitet.

Mit der Stadt Bornheim haben wir besprechen können, dass wir am Wochenende (28./29.07.) zumindest schon mal in das Dachgeschoss (privat) einziehen können. Eine Woche später peilen wir dann den Umzug für unsere Agentur 11com7 an.

Die Vorbereitungen laufen …

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