Bio-Solar-Haus: Lieferung und Aufbau – Tag 3

Für heute war die letzte Wechselbrücke mit den Bio-Solar-Haus-Wänden für das Dachgeschoss und den Teilen für unseren Dachstuhl angekündigt. Damit wären dann erst mal alle Bestandteile zusammen, die von den Zimmerleuten benötigt werden. Trotz des miesen Wetters schlagen sie sich wacker und es sind bisher zum Glück keine weiteren Krankheitsausfälle aufgetreten.

Das Wetter war wieder recht unerfreulich: kalt (allerdings immerhin kein Frost mehr), leider ziemlich nass und etwas windig. Zum Glück nicht zu stark, so dass der Kranführer weiter arbeiten konnte. Im Radio war angekündigt worden, dass zumindest der Wind nachlassen sollte.

Mein Tag auf der Baustelle begann ziemlich schmerzhaft, da meine Untersuchung in wie weit die Kellertreppe noch vereist ist, in einem Abflug mit deftigen Aufprall endete. Damit konnte ich nachweisen, dass die Treppe mindestens ab halber Höhe noch ziemlich vereist war. Nachdem ich mich aufgerappelt und alle Teile aus meinen Taschen wieder eingesammelt hatte, habe ich die Treppe nochmal kräftig mit unserem Lavastreu abgestreut. Die Zimmerleute waren zum Glück bereits in das zukünftige Büro meiner Frau eingezogen, so dass da keinem etwas passiert ist. Im Anschluss, habe ich dann noch festgestellt, dass ich die Speicherkarte meiner Digicam zu hause im Rechner vergessen hatte. Für den Vormittag musste ich also mit dem kleinen 10 MB internen Kamera-Speicher und meinem iPhone auskommen – ich bitte die verschlechterte Bildqualität zu entschuldigen.

Der LKW kam ca. um 8:15 Uhr und setzte bis ca. 8:30 zurück bis vor die noch auf der Straße stehende leere Wechselbrücke vom Montag. Die neue Brücke sollte abgeladen und dann die leere Brücke auf der neuen Brücke verstaut werden, so dass der LKW mit beiden wieder zurück fahren konnte.

Im Anschluss wurden zuerst die Bauteile für das Dach unseres Bio-Solar-Hauses auf die Straße neben dem Kran abgestellt. Danach wurden die Wände des Dachgeschosses per Kran abgeladen und auf unser Bio-Solar-Haus gehoben. Oben wurden die Wände ausgerichtet, verschraubt und mit Stützen abgestützt. Der Wind war dabei sicherlich keine Hilfe, ließ aber zumindest langsam nach.

Anbei schon mal die gesammelten Fotos, heute nur mit wenig Kommentaren, da wir völlig geschafft sind:

Bei unserem mittäglichen Baustellenbesuch haben wir kurz mit Herrn S. die Details für das morgige Richtfest besprochen. Danach haben wir unseren Kurzen bei den Tageseltern abgeholt und sind in die Metro gefahren. Zum Schluss haben wir noch bei Faßbender Tenten den »vermissten« Schließzylinder für die Hörmanntür abgeholt und im Obi nebenan eine kleine Tanne als Richtbaum gekauft.

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Bio-Solar-Haus: Lieferung und Aufbau – Tag 2

Leider wieder ein Tag für den Regen angesagt ist und es auch tatsächlich immer wieder leicht regnet oder graupelt. Was damit auf gefrorenem Boden passiert, müssen wir keinem erzählen. Die Proffgasse und Hemmergasse sind dabei kein Problem, die werden von den Stadtbetrieben ordentlich gepökelt. Nebenstraßen wie unsere Bolliggasse sind da eher schwierig, dort wurde und wird es mächtig glatt. Auch in unserem Fertigkeller von Knecht war wieder Schnee und Wasser zu einer fiesen Rutschbahn gefroren. Gleiches galt für den Technikraum und die Kellertreppe. Ich hatte das heute Morgen direkt mit Lavastreu abgestreut, so dass man zumindest nicht mehr ausrutschen konnte.

Der Tag begann wohl recht spannend, da der Autokran Schwierigkeiten hatte aufgrund der Glätte auf dem unteren steilen Teil der Bolliggasse nach oben zu kommen. Laut Herrn S. muss der ordentlich da hoch geschlingert sein. Leider muss der Fahrer wohl mit dem Autokran zurück nach Roisdorf fahren, da ihn keiner fahren oder abholen kann. Das sind auch nur ein paar Minuten Fahrtweg – im normalen Zustand, wenn es nicht gerade friert. Da für heute Morgen Frost und Glätte angekündigt war, wäre mir das Risiko zu hoch gewesen. Für morgen Früh ist zwar wieder Regen, allerdings bei Temperaturen von 4 °C angekündigt. Wir hoffen mal, dass er morgen den Berg wieder hoch kommt. Denn morgen soll auf der nächsten Wechselbrücke das Dachgeschoss kommen.

Auch für die nächsten Tage wird weiter Regen vorhergesagt, allerdings immerhin nur kleinere Mengen. Die Zimmerleute sagten uns, dass wir uns um das Holz von unserem Bio-Solar-Haus keine Sorgen machen sollen, das trockne schon wieder. Unser Baubegleiter sieht das insgesamt kritischer. Aber gegen das Wetter können wir nicht viel tun.

Heute wurden – für mich sichtbar – im Dachgeschoss die OSB-Platten auf der Erdgeschoss-Decke angebracht, mit der Beplankung der Decken im Erdgeschoss begonnen, die Winkel für die Dachgeschosswände angebracht und einiges an Material umgeladen und verteilt. Außerdem sind heute unsere Plexiglasplatten für das Bio-Solar-Haus-Dach angekommen.

Nachfolgend einige Fotos von heute. Die Unterschiede sind teilweise nur schwer zu sehen. Kommentare und größere Abbildungen wie immer nach dem Anklicken:

Eine kleine Episode zum Schluss: der vermisste LKW von Gestern hat es wohl nach etlichen weiteren Telefonaten so gegen 16:15 Uhr dann doch noch auf die Baustelle geschafft. Der Fahrer fuhr ohne Navi und hatte nicht nach »Seitenstraßen« gesucht. Kein Wunder, dass er die Bolliggasse so nicht finden konnte.

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Bio-Solar-Haus: Lieferung & Aufbau – Tag 1 (Nachmittag)

Ohne viele einleitenden Worte die Fotos von heute Nachmittag. Jetzt kann man langsam sagen: »Unser Bio-Solar-Haus nimmt Gestalt an«. Unglaublich wie viel in der kurzen Zeit aufgebaut wurde:

Unser Zimmermannsmeister Herr F. musste sich aufgrund eines grippalen Infekts leider abholen lassen. Ihm ging es an dem Morgen bereits ziemlich schlecht. Wir wünschen ihm auch hier »Gute Besserung«!

Während ich das Haus fotografierte, versuchte die Bauherrin per Handy einem weiteren Transporteur den Weg zur Bolliggasse zu erklären. Er stand wohl hilflos irgendwo in der Gegend rum und ich bewunderte meine Holde, die anhand von Ortsbeschreibungen wie »abgedeckte Gewächshäuser« und »Bio-Gas-Anlage« versuchte, heraus zu finden, wo er steckte. Ich hätte ich ihm nicht helfen können – wofür gibt’s denn schließlich Navis. Auf dem Rückweg hatten wir dann noch Ausschau nach dem vermissten LKW gehalten, konnten ihn aber trotz eines kleinen Extra-Umwegs nicht ausfindig machen. Wir hoffen mal, dass er gut angekommen ist.

Wir sind schon sehr gespannt, wie das Bio-Solar-Haus morgen weiter Gestalt annimmt.

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Bio-Solar-Haus: Lieferung & Aufbau – Tag 1

Heute war es dann endlich soweit: unser Bio-Solar-Haus soll geliefert und aufgebaut werden. Uns geht es auch schon wieder etwas besser nachdem wir beiden am Wochenende von einem hinterhältigen Infekt niedergestreckt wurden.

Nachdem ich die Bauherrin am Zug und unseren Junior bei den Tageseltern abgesetzt hatte, fuhr ich hoch zur Baustelle. So gegen 07:20 bis 07:30 kam ich fast zeitgleich mit zwei Transportern der Zimmerei Fering auf der Baustelle an. Der Baukran von Baumann stand bereits dort und auch das am Freitag bereits vermisste Baustellen-WC hatte sich eingefunden.

Kurz danach kamen bereits zwei LKW in der Hemmergasse an. Einer mit einem Gabelstapler (laut Herrn F. »der falsche« also ein normaler, statt eines »Schubmaststaplers«, wenn ich es richtig verstanden habe). Der andere hatte die Wechselbrücke mit den Teilen für unser Erdgeschoss aufgeladen. Der Fahrer durfte damit dann rückwärts in die Bolliggasse rangieren – keine leichte Aufgabe (s. Fotos). Links und rechts waren nur ein paar Zentimeter Platz an der Engstelle zwischen den Scheunen. Nach einigen Minuten war das dann geschafft. Danach wurde der Anhänger sicher abgestellt und die Planen von unserem »Bio-Solar-Haus« (naja, bis dahin ist ja noch ein bisschen) entfernt. Ein paar Minuten später wurde dann die erste Wand mit dem Kran an seinen Platz gehoben.

(Fotos bitte zum Vergrößern und für die Beschriftung anklicken)

Ich hatte vorher noch die Straße mit den bereits aufgestellten Warnbarken abgesperrt. Kurz danach setzte dann der angekündigte Schnee ein. Zum Glück waren der Kran und der Transporter bereits angekommen.

Nachdem die zweite Wand sicher auf unsere Kellerdecke gekrant wurde, bin ich dann erst mal ins Büro gefahren.

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Notfall-Elektro-Einsatz am Samstag

Wie beschrieben, ließ sich der Baustromverteiler nicht in Betrieb nehmen bzw. korrekterweise lief der Staubsauger nicht an der 230 V Schukosteckdose. Deshalb hatte ich unseren Elektriker (Herrn Thurn) gebeten, dass er sich das am Samstag (11.02.2011) mal ansehen und in Ordnung bringen könne.

Mit der Nachbarin hatte ich vereinbart, dass Sie das Tor zum Hof auflässt, so das wir die Elektroinstallation prüfen könnten.

Nachdem ich leichte Probleme hatte aus Bonn weg zu kommen, weil bei uns in Graurheindorf der Veedelszoch lang ging, war Herr Thurn schon auf der Baustelle eingetroffen. Er hatte bereits gesehen, dass der FI des Nachbarn »raus geflogen« war.

Zur Sicherheit bauten wir den Testaufbau vom Freitag erneut auf. Zunächst sah alles gut aus: gemessen lagen 230 V an den Schuko-Steckdosen an. Sobald wird allerdings den Staubsauger eingeschaltet hatten, ging nichts mehr. Der FI hatte direkt wieder ausgelöst. Als Gegenprobe testeten wir im Anschluss den Staubsauger an einem anderen 230 V-Anschluss an dem er ohne Probleme lief. Zu dem Zeitpunkt war die Diagnose bereits recht sicher: in alten Verteilungen wurde oft N und PE zusammen geklemmt. Das geht solange gut, wie kein Fehlerstromschutzschalter (FI) davor geklemmt wird oder wie beim Nachbarn ausschließlich die 3 Phasen (L1…L3) verwendet werden.

Kommentare und größere Bilder nach dem Anklicken.

Herr Thurn korrigierte den Anschluss in der Verteilung und kurze Zeit später lief unser Testaufbau mit dem Staubsauger über den Baustromwürfel ohne Probleme. Auch der Holzspalter des Nachbarn lief weiterhin. Das überraschte allerdings wenig, da Herr Thurn L1…L3 nicht verändert hatte. Das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Nachdem ich Herrn Thurn verabschiedet hatte, stand noch die Operation »Hoftor verschließen an«. Der Nachbarin hatte ich nämlich zugesagt, dass ich ihr Tor nach unseren Arbeiten von innen verschließe und mit unserer Leiter auf unser Grundstück über die Mauer klettere. Da die Nachbarn uns so sehr beim Strom helfen, kam ich dem Wunsch gerne entgegen …

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